English Deutsch
  • Home
  • Kontakt


Aktuelle Infos, Bilder und Videos über die Ferienregion Traunsee direkt auf Ihrem Smart Handy!
Suchen & Buchen:
Tag Monat Jahr
Nächte Zimmer Kinder?
Personen  Kinder*
© feratel media technologies AG
Salzkammergut Erlebnis Card 2011<br />
IHR VORTEIL - Bis zu 30% Ermäßigung bei den 120 Hauptattraktionen/Sehenswürdigkeiten im Salzkammergut (Zugverbindungen, Schifffahrten, Bergbahnen, Höhlenerlebnisse, Salzbergwerke, Panoramastraßen, Wildparks, Museen, Bäder und viele weitere Freizeit- und Abenteuerangebote).

Europakreuz am Feuerkogel / Alberfeldkogel

Der Weg des Europakreuzes auf den Feuerkogel – Projektbeschreibung und Bedeutung

Europakreuz am Feuerkogel/Alberfeldkogel

Gedanken zum Europakreuz von FOL Schmid/ HTL Wels.

Begonnen hat alles, im Juni 2004, als FOL Helmut Ecklmayr von der HTL Wels eine Wanderung in dieser Region unternommen hat. Dabei ist ihm spontan der Gedanke gekommen: Wir könnten doch als technische Schule ein Gipfelkreuz fertigen. Seine Idee fand innerhalb der Schulgemeinschaft große Zustimmung. Es begann die Suche nach einem geeigneten Aufstellungsort und nach Partnern für die Fundamentierungsarbeiten, welche durch die Naturfreunde Ortsgruppe Ebensee und die Feuerkogelseilbahn GmbH. gefunden werden konnten. Der Umsetzung stand also, nichts mehr im Wege.

Im nächsten Schritt erfolgte die Projektbenennung „Europakreuz“ welche von Konsulent OSR. Josef Hintermaier maßgeblich geprägt wurde.

Man konnte sich rasch auf den Entwurf einigen und fertigte zunächst ein Modell im Maßstab 1:4, welches am Europatag 2005, in der Stadthalle Wels erstmals der Öffentlichkeit als Europakreuz präsentiert wurde.

Ab Mai 2005 begann die Fertigung des Originals im Werkstättenunterricht durch unsere Schüler und Schülerinnen, als auch die Einbindung in verschiede allgemeinbildende- und fachtheoretische- Unterrichtsgegenstände, wie Arbeitsvorbereitung, Übersetzung der Texte im Englischunterricht, oder die Einbindung des Projekts in die Homepage unserer Schule im Gegenstand Informatik - um nur ein paar Beispiele zu nennen. Ein Kollege hat vor gut einem halben Jahr die Situation mit folgendem Satz treffend beschrieben: „Ich glaube das Europakreuz erfasst jetzt schon die ganze Schule“
Mittlerweile denke ich, hat es weit mehr als nur die HTL Wels erfasst und damit ist ein wichtigstes Ziel erreicht – nämlich die Auseinandersetzung mit den Inhalten der Darstellung in der Öffentlichkeit.


Das Kreuz ist aus einzelnen Würfeln zusammengebaut. Jeder Würfel symbolisiert einen EU-Mitgliedstaat und hat die gleiche Form und Größe.
Hiermit wird auf den Grundsatz der Gleichheit und Einheit der einzelnen Staaten in der Europäischen Union und auf die Bindungen der einzelnen Staaten zueinander hingewiesen. Jeder einzelne Würfel (Staat) muss stabil genug sein, um die Stabilität des gesamten Bauwerkes (Europa) mitzutragen.

An den Würfelflächen sind kreisrunde Löcher ausgeschnitten.
Diese Öffnungen symbolisieren die Öffnung des jeweiligen Landes nach allen Seiten und ermöglichen den Zugang und den Einblick in das Innere. Stichwort : freier Warenverkehr, Reisefreiheit, oder Austausch von Forschungs-, Bildung- und Ausbildungskapazitäten und –konzepten.

Jeder Würfel ist mit der Benennung des Staates, welchen er symbolisieren soll, in der landesspezifischen Schreibweise beschriftet. In das Würfelinnere ist ein Stein aus dem jeweiligen Land eingebaut, welcher auf die Eigenheiten des Landes hinweisen soll.
Jeder Europäer soll die typischen Eigenheiten seines Landes, seine kulturelle Verwurzelung, seine Lebensgewohnheiten, seine Sprache bewahren und sich trotzdem in seiner “europäischen Heimat” frei bewegen und zu Hause fühlen.

Es würde zu weit führen die Begleitschreiben bzw. die Beschreibungen aller eingebauten Steine vorzulesen. Ich möchte nur auszugsweise ein paar Inhalte wiedergeben: Annelie Roose, Proffesorin am Narva Kollege der Universität Tartu schreibt über den Stein aus Estland: „Den Stein haben die Studenten vom Narva Kolleg der Universität Tartu gesucht und er wurde in der Umgebung der Stadt gefunden. Narva ist eine Grenzstadt zu Russland und auch der östlichste Punkt der EU.“

Über den Stein aus Lettland berichtet Botschafter Dr. Winfried Köfler: „Es handelt sich dabei um ein Stück aus dem Podest des ehemaligen Lenin-Denkmales in Riga, das in der Nacht vom 23. zum 24. August 1991 demontiert wurde, zur Bekräftigung und Beschleunigung der lettischen Unabhängigkeitsbewegung. Der Tag davor, also der 23. August 1991 ging in die Geschichte des Baltikums als der Tag der „baltischen Menschenkette“ ein, die 600 km von Litauen bis Estland reichte. Lettlands Unabhängigkeit wurde letztendlich im September 1991 von Moskau bestätigt und diese Aktionen haben sicher dazu beigetragen, die Angelegenheit zu beschleunigen.“

Über den Stein aus der Slowakei schreibt Fr. Mag. Susanne Ranetzky, Direktorin des Österreichischen Kulturforums: „Der Stein wurde an historisch bedeutsamer Stelle, - nämlich am Fuße der Burg Devin- am Zusammenfluss von Donau und March entnommen. In den 30iger Jahren des 19. Jahrhunderts flammte das slowakische Nationalbewusstsein auf und man begann patriotische Aufzüge auf die Burg zu veranstalten. Weiter unten dieses Schreibens ist zu lesen: „somit war das slowakische Volk sprachlich, kulturell und national geeint.“ Die Burg ist national Heiligtum der Slowakischen Nation. Das Areal aus dem der Stein stammt ist von mythischer, kultureller und historischer Bedeutung. Das Gebiet wurde 1985 zum bedeutendsten Naturschutzgebiet der Kleinen Karpaten erklärt.

Botschafterin Dr. Ulrike Tilly berichtet über den Stein aus Spanien: „Der Stein stammt aus der Gegend des Palastes „El Escorial“ der vom spanischen Habsburgermonarchen Phillipp II. (1527-1598) errichtet wurde, konkret von einem etwa zwei Kilometer vom Palast entfernten Ort, der als „Sitz Phillipps II.“ bekannt ist. Es handelt sich um einen großen Granitfelsen, an dessen Spitze ein Ansitz in den Stein gehauen ist, von dem sich ein großartiger Ausblick auf die umgebende Landschaft bietet. Der Legende nach soll der Monarch selbst von diesem Sitz aus die Baufortschritte an seiner Residenz beobachtet haben.“

Der Stein aus Deutschland – es ist ein Stück aus der Berliner Mauer -hat vergleichsweise eine kurze dafür aber eine umso bewegendere Geschichte. Da die Zeit vom Bau der Mauer im Jahre 1961 bis zum Fall 1998 noch vielen in Erinnerung ist möchte ich ihnen, wie es bei Lehrern üblich ist, die Ausarbeitung als Hausaufgabe überantworten.

Bei Herkunft und Bedeutung des österreichischen Steines sollten sie selbst mitarbeiten. Ich darf Ihnen hiezu jedoch ein paar Gedankensplitter bereitstellen. Sein Geburtsort liegt in einem bekannten Steinbruch im Burgenland, im welchem alljährlich berühmte Opernwerke aufgeführt werden. Hätte der Stein menschlichen Charakter, so hätte er während seiner ca. 800jährigen Geschichte von seinem ursprünglichen Standplatz aus unzählige Menschen aller Nationen beobachten können. Zu seinen Füßen sind gekrönte Häupter, Kaiser Könige, Monarchen, Kirchenfürsten und Präsidenten von Amerika bis Russland und auch die meisten von uns schon vorübergekommen. Er würde von traurigen Ereignissen wie Türkenbelagerung, einem Brand im April 1945 dem er selbst beinahe zum Opfer gefallen ist genauso wie von vielen wunderbaren Erlebnissen berichten können. Das Bauwerk dem er bis vor kurzem angehörte, ist geistiges und kulturelles Zentrum, ist weltberühmtes Kulturgut, ist nationales Wahrzeichen Österreichs und Symbol der österreichischen Identität.

Die einzelnen Würfel sind so angeordnet, dass Österreich die Kreuzungsmitte darstellt. Alle weiteren Staaten sind nach ihrer Entfernung (Luftlinie) vom Alberfeldkogel, bis zur jeweiligen Hauptstadt, im Uhrzeigersinn um Österreich angeordnet.
Dies soll ein Hinweis auf die geografische Lage und die zentrale Rolle Österreichs besonders während der EU Präsidentschaft sein. (1.1. bis 30.6.2006)

Die am Boden verankerten bzw. unbeschrifteten Würfel stehen für weitere Mitgliedstaaten der EU.
Entsprechend den Bestimmungen der EU, kann jeder Europäische Staat der Staatengemeinschaft beitreten, sofern er über eine stabile Demokratie verfügt, die Rechtsstaatlichkeit, Menschenrechte und Minderheitenschutz gewährleistet. Ferner muss er über eine funktionierende Marktwirtschaft und eine Verwaltung verfügen, die in der Lage ist, das EU-Recht anzuwenden.

Es gehört zu den Eigenheiten Österreichs, unseres politisch und wirtschaftlich stabilen und starken, unseres sozial ausgeglichenen und friedlichen, unseres kulturell lebendigen, über alle Grenzen hinaus bekannten, unseres landschaftlich so schönen und vielfältigen Alpenlandes, dass auf vielen Berggipfeln ein Kreuz steht.
Mit der Errichtung dieses Kreuzes folgen wir nicht nur einer Tradition, wir setzen hiermit auch ein weit hin sichtbares Symbol für Zusammenarbeit, Zusammenhalt und Gemeinschaft, möge dieses Europakreuz wie eine Radarstation laufend Signale aussenden um Stabilität, soziale Gerechtigkeit, Toleranz und Frieden in unserer Gemeinschaft, in unserem Land, in Europa und dem ganzen Erdball einmahnen, und möge es in diesem Sinne noch viele Menschen inspirieren und zur Völkerverständigung beitragen.

OÖ Seilbahnholding GmbH
Toscanapark 6
A-4810 Gmunden
Tel. +43 (0) 50 140
E-Mail: office@seilbahnholding.at





|
zurückzurück

Seite druckenSeite drucken       Seite weiterleitenSeite weiterleiten